Der Kraftwerksbetreiber und Energieversorger Tepco, dem das havarierte Kernkraftwerk Fukushima I gehört, steht erneut wegen seiner Informationspolitik in der Kritik. Die gestern veröffentlichten Messwerte über die Verstrahlung des Grundwassers (Kraftwerkskatastrophe Fukushima-Daiichi: Grundwasser verstrahlt|Wikinews berichtete) wurden am Freitag von der japanischen Atomaufsichtsbehörde NISA als fehlerhaft bezeichnet.
Gestern war gemeldet worden, im Grundwasser in der Nähe des Reaktors I des KKW Fukushima I seien Messwerte von radioaktivem Jod festgestellt worden, die die entsprechenden Grenzwerte um das 10.000-fache übertroffen hätten. Die Behörde erklärte, das Grundwasser unter dem Reaktor sei wahrscheinlich tatsächlich verstrahlt. Wie hoch die Strahlenbelastung jedoch wirklich ist, wurde nicht bekannt.